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Vergleichende ökonomische-ökologische Analyse von biologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben in Luxemburg

Das IBLA – Institut fir Biologësch Landwirtschaft an Agrarkultur Lëtzebuerg asbl, mit Sitz im OIKOPOLIS, Munsbach - hat zusammen mit ihren Partnern* am 18. Januar 2012 eine Studie vorgestellt, in der biologisch und konventionell wirtschaftende landwirtschaftliche Betriebe auf ökologische und ökonomische Parameter untersucht wurden. Die Effizienz der eingesetzten staatlichen Fördermittel für Agrarumweltmaßnahmen, u.a. auch der Prämie zur Förderung der Bio-Landwirtschaft, wurde durch ausgewählte Umweltparameter in Beziehung zur betrieblichen Ökonomie gestellt.

Ein wichtiges Ergebnis war das es auf konventionellen Betrieben ein wesentlich größeres Stickstoff-Eutrophierungspotential als auf Bio-Betrieben gibt. Die Stickstoff-Effizienz auf Bio-Betrieben ist höher, sie haben einen geringeren Energiebedarf und geringere Treibhausgasemissionen. Ebenso haben Biobetriebe eine höhere Futterautarkie, insbesondere bei der Eiweißfuttermittelversorgung.

Monetär gesehen, werden, trotz Bio-Prämie, keine höheren öffentlichen Mittel an Biobetrieben gezahlt. Die Autoren kommen zum Schluss, dass der biologische Landbau trotz seiner positiven Umwelteinwirkungen, zurzeit nicht ausreichend finanziert wird. Die konventionelle Landwirtschaft hat eine negative Wirkung auf die Umwelt und dazu kommt eine unzureichende Korrelation zwischen staatlichen Gesamtzahlungen und Umweltleistungen.

Die Formulierung von klaren agrarpolitischen Zielen für Luxemburg wäre dringend notwendig um zu einer effektiven und effizienten Ausrichtung der agrarpolitischen Instrumente zu kommen. Die Dotierung der Prämienhöhe sollte den ökologischen Einfluss der Agrarumweltmaßnahmen widerspiegeln. Diese Ergebnisse wurden dem Landwirtschaftsminister Romain Schneider vorgestellt und mit ihm diskutiert. Die Bio-Bauern erwarten sich eine Berücksichtigung der Ergebnisse bei der Neuausrichtung des neuen Agrargesetzes, das nach der GAP-Reform 2013 in Kraft treten soll, mit dem Wunsch den Biolandbau in Luxemburg anzutreiben.

*Convis, Service d’Economie Rurale (SER), Fondation Hëllef fir d’Natur/natur an ëmwelt

Die Studie kann bei www.ibla.lu als pdf herunter geladen oder gegen einen Unkostenbeitrag von 9€ zugeschickt werden.

Kontakt:
Raymond Aendekerk - Email: aendekerk@ibla.lu
Steffi Zimmer - Email zimmer@ibla.lu
IBLA
13, rue Gabriel Lippmann
L-5365 Munsbach
Tel : 261523 88 / 84