Architektur & Technik

Grundidee der Architektur des OIKOPOLIS-Zentrums ist es das Spannungsfeld von Produktion bis zur Konsumtion und deren Überbrückung bis in die Gebäudekonzeption sichtbar zu machen. Mit den aufeinander abgestimmt geschwungenen Fassaden der zwei Gebäude wird die Begegnung zwischen Produktion und Verbrauch als eine dynamische Angelegenheit dargestellt. Sie sind, genau so wie der vermittelnde Handel, ständig im Fluß zueinander. Zudem wurde Wert darauf gelegt, dass trotz der geschwungenen Linien die einzelnen Bauteile in ihrer Ausführung möglichst einfach und schlicht gehalten sind.

Der Bau wurde entworfen und seine Ausführung geleitet durch den Architekten Winfried Reindl von Portusbau aus Karlsruhe, der auf eine langjährige Erfahrung im Umgang mit ökologischen Baumaterialien und einer organischen Bauweise zurückblicken kann. Referenzen dieses Architektenbüros sind u.a. das Naturkleiderversandhaus Hess Natur, die Bürozentrale der Drogeriemarktkette dm, die zahlreichen Gebäude der Sekem-Initiative in Ägypten sowie über 20 Waldorfschulen in verschiedenen Ländern Europas.

Da die Gemeinde schon bei der Planung des gesamten Parc d’Activité Syrdall ökologische Auflagen in Hinsicht Wasserspeicherung vorgesehen hatte, sind alle unsere Dächer mit einem Gründach versehen. Desweiteren wurde eine relativ große Fläche mit Hecken vor allem in Richtung Autobahn bepflanzt.

Für die Kühlung wurde im ersten Gebäude eine äußerst umweltfreundliche, aber auch aufwändige Ammoniak-Anlage eingebaut. Neben einer sparsamen Gasheizung sorgen zwei Blockheizkraftwerke für die Wärme- und zusätzliche Stromgewinnung. Im Sommer 2003 wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 44 kW durch die Firma OEKOTEC s.à.r.l. auf dem Dach des ersten Gebäudes installiert.

Das zweite Gebäude, das erst im September 2006 fertiggestellt wurde, war von Anfang an Bestandteil dieses architektonischen Komplexes. Auch hier wurde, neben einer optimalen Isolierung des Gebäudes, eine innovative und energiesparende Technik eingesetzt. Ein Erdwärmetauscher und eine spezielle adiabatische Kühlung sorgen für die Klimatisierung des Gebäudes. In der Küche des Restaurants ist eine Induktions-Dunstabzugshaube eingebaut. Desweiteren ist für den Wärmebedarf eine hochwertige Heizung mit einem Gasbrennwertkessel im Einsatz.

Seit 2008 wird grüner Strom aus regenerativer Energie von "nova naturstoum" für das OIKOPOLIS-Zentrum in Munsbach sowie auch für die meisten der NATURATA –Filalen bezogen.

OIKOPOLIS erhielt kurz nach der Fertigstellung des zweiten Gebäudes den ersten Preis „Hëllef fir d’Natur 2006“ sowie ein Jahr später den „Prix spécial – fonds nova naturstroum 2007“ als Anerkennung für die nachhaltige Gesamtausrichtung des OIKOPOLIS-Zentrums.


Rundtischgespräch zum Thema "Landwirtschaft und Klima" am 1. März Mehr

Pressekonferenz zu NOGM im OIKOPOLIS (Org: Greenpeace) Mehr