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Finanzierung„Im Einkauf liegt der Gewinn“ ist ein alter kaufmännischer Spruch, der heute nach wie vor volle Gültigkeit hat. Die Tatsache, dass zum einen die letzten Glieder in der Wertschöpfungskette, nämlich der filialisierte Einzelhandel und vor allem die Discounter immer größer werden und zum anderen die landwirtschaftlichen Betriebe immer mehr in Bedrängnis geraten, zeugt von der Wirk-samkeit dieser Praxis. Versucht man hingegen in der Verarbeitung und im Handel korrekte Preise für die Landwirtschaft zu realisieren, ist eine schnelle Bildung von Eigenkapital in diesen Bereichen nicht möglich. Die luxemburgischen Bio-Vermarktungsinitiativen wären (demnach) niemals entstanden, wenn sich nicht eine interessante Symbiose zwischen Bauern, Verbrauchern und Naturschützern für die Finanzierung der ersten und auch späteren Projekte entwickelt hätte. Von Anfang an, also seit der Gründung der BIOG-Genossenschaft im Jahre 1988, waren es engagierte Menschen aus allen Bereichen, die mit Darlehen und Bürgschaften für Bankkrediten dazu beitrugen, dass Milchverarbeitungs- und Ladeneinrichtungen, Lastwagen, Warenbestände usw. angeschafft werden konnten. Für das von 2000 bis 2006 realisierte OIKOPOLIS-Zentrum in Munsbach, das viel größer und aufwändiger war als alle bisherigen Investitionen, musste man neue Wege der Mittelbeschaffung gehen. Mittels zwei öffentlichen Zeichnungen von Kapital und einen Zuschuss des Landwirtschaftsministeriums für den ersten Bau konnte soviel Eigenmittel zusammengebracht werden, dass die Hausbank BCEE und eine alternativen Pensionskasse aus Deutschland (Hannoversche Kassen) bereit waren die notwendigen Kredite für die restliche Finanzierung aufzubringen. Fast alle Kredite der gesamten OIKOPOLIS-Gruppe bei der BCEE konnten von der Zinsreduktion durch die Etika asbl. begünstigt werden.
Entwicklungen seit Anfang 2010
Vor dem Hintergrund, mit weiterem Eigenkapital mehr Stoßkraft für etwaige weitere Projekte zu erzielen, holte man Ende 2007 einen alternativen Fonds „HIGH TIDE“, der ursprünglich von der holländischen alternativen TRIODOS-Bank aufgelegt wurde, an Bord. Damit konnte das Kapital der OIKOPOLIS Participations S.A. um einen Betrag von knapp einer Million aufgestockt werden. Als im November 2009 dieser Fonds bekundete, dass er seine Beteiligung früher als ursprünglich abgemacht, verkaufen möchte, wurden die frei werdenden Aktien zu einem akzeptablen Preis den anderen Aktionären und aber auch den Mitarbeitern der ganzen OIKOPOLIS-Gruppe angeboten. Innerhalb relativ kurzer Zeit konnten alle Aktien übernommen werden, sodass seit Anfang Juni dieses Jahres High-Tide nicht mehr Ko-Aktionär von Oikopolis-Participations SA ist. |
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