OIKOPOLIS-Beteiligungen

Dass die OIKOPOLIS sàrl ziemlich genau acht Jahre nach Gründung ihrer Vorläufergesellschaft am 19. Dezember 1997 Ende 2005 um die OIKOPOLIS Participations SA ergänzt wurde, war aus finanzierungstechnischen Gründen folgerichtig.

Dennoch gehorchte die Umstrukturierung der Gruppe zur Holdinggesellschaft nicht ausschließlich dem Ziel, für die damals schon involvierten Betriebe ein gemeinsames Instrument zur Finanzbeschaffung zu haben.

Tatsächlich zeichnete sich bereits 2005 eine Tendenz ab, die mittlerweile fast zum Trend wird: immer mehr einschlägig ausgerichtete Betriebe suchen aktiv den Kontakt zur OIKOPOLIS-Gruppe, um eventuell unter das Dach von deren Beteiligungsgesellschaft zu kommen. Denn gerade Hersteller und Dienstleister mit ökologischer und sozialer Zielsetzung wollen oder brauchen eine starke Gemeinschaft zur Absicherung ihrer eigenen unternehmerischen Zukunft.

Die Hintergründe variieren

Eines ist den Betrieben, die Teil des OIKOPOLIS-Netzwerks sind, gemeinsam: die Aussicht auf existenzsichernde Synergien. Dennoch bringt jeder von ihnen seine eigene Geschichte mit. Beim Kass-Haff zum Beispiel stellte sich die Frage nach der Zukunft aus strukturellen Gründen, denn die traditionelle Form des bäuerlichen Familienbetriebs bot keine Perspektive mehr.

Das Dilemma kennt jeder Landwirt, der einen Hof übernimmt: das Kapital ist in Immobilien und Maschinen gebunden, eine Auszahlung der Mit-Erben und allfällige Betriebsinvestitionen addieren sich schnell zur Existenzbedrohung.

Hier war die Umwandlung in eine sàrl die Lösung. Die neue Gesellschaftsform mit mehreren Anteilseignern erlaubte den Verbleib von Kapital im Betrieb und ermöglichte Kapitalaufstockungen durch neue Teilhaber, in diesem Falle die OIKOPOLIS Participations und weitere Privatpersonen. Ohne sie wäre eine Kreditaufnahme bei Geldinstituten nicht gelungen. Erst der Nachweis des nun erhöhten Eigenkapitalanteils sorgte für die Bereitstellung des in Aussicht gestellten Bankkredits und sicherte so die Gesamtfinanzierung.

Im Verbund zu neuer Größe

So konnte dem Betrieb nachhaltig geholfen werden, doch auch die Gruppe selbst profitiert von ihrer Hilfestellung. Denn gemeinsam können auch kleinere „Marktteilnehmer“ in wirtschaftlich schwierigen Feldern überleben. Entscheidend ist bei derartigen Anteils-Übernahmen stets die unterstützende Wirkung.

Eine Vergrößerung um ihrer selbst willen strebt die OIKOPOLIS-Gruppe genauso wenig an wie Marktmacht „an sich“. Vielmehr will sie auch mit dem Knüpfen neuer Verbindungen der eigenen Philosophie treu bleiben. Das heißt: der Geschäftszweck der Gruppe selbst und ihres gesamten Netzwerks soll dezidiert „biologisch & fair“ sein und insofern „gut für Mensch und Natur“.

Mittlerweile haben sich folgende Betriebsbeteiligungen unter dem OIKOPOLIS-Dach versammelt (in absteigender Reihenfolge geordnet nach prozentualer Beteiligung durch die OIKOPOLOIS Participations SA):


  • BIOG Molkerei sàrl (95,23 %)

  • OIKO-Bakhaus sàrl (50,00 %)

  • Oiko-Consulting sàrl (50,00 %)

  • Äppelhaus sàrl (34,60 %)

  • Hëpperdanger Wandenergie sàrl (32,90 %)

  • Kass-Haff sàrl (30,00 %)

  • AGROTO GmbH (15,00 %)

  • Dudel-Magie sàrl (10,40 %)

  • BIO-OVO SA (10,30 %)

  • BIO-Gärtnerei op der Schanz Altréier sàrl (10,00 %)

  • Naturata AG (< 1%)

  • Naturata eG (< 1%)

  • Bingenheimer Saatgut AG (< 1%)