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PresseinformationenBio-Plus: Faire Preise für die Bio-BauernBeim Kauf von 1 Liter BIOG-Milch bekommen die Milchbauern 5 Cents mehr!14. September 2005BIOG-Milch ist nicht nur BIO sondern auch fair. Wenn im Handel mit Produzenten der sogenannten "Drittwelt-Länder" der "Fair-Trade" durchaus seine Berechtigung hat, so schliesst das nicht aus, dass wir auch in unserer "ersten Welt" mit ihrer für die Landwirtschaft desaströsen Ausrichtung auf den "Markt der Stärksten", neue Wege suchen müssen, um gerechte Preise für unsere Produzenten zu erzielen.
Ziel und Zweck der BIOG-Bio-Bauere-Genossenschaft Lëtzebuerg ist die optimale Vermarktung der Produkte ihrer Mitglieder. Im Milchsektor wurde schon sehr früh damit begonnen, über eigene Hof-Molkereien die Milch der Bauern in Flaschen abzufüllen oder zu anderen Milchprodukten zu verarbeiten. Als im Jahre 2000 dieses Konzept der Hofmolkereien an seine Grenzen stiess, brachte man im Herbst gemeinsam mit der LUXLAIT die mittlerweile sehr bekannte BIOG-Milch im Karton auf den Markt. Innerhalb kürzester Zeit wurde die 10fache Milchmenge im Vergleich zur vorherigen Bio-Milch in der Flasche verkauft. Der Erfolg war so gross, dass sofort in den folgenden Monaten nicht genug Bio-Milch vorhanden war und die Kunden oftmals enttäuscht vor einem leeren Regal in ihrem Geschäft standen. Diese hohe Nachfrage animierte natürlich zusätzlich Milchproduzenten, auf die biologische Wirtschaftsweise umzustellen. Und so hat sich mittlerweile das Verhältnis umgedreht: Es wird inzwischen vielmehr Bio-Milch angeliefert als jetzt verkauft werden kann, trotz der Tatsache, dass zusätzlich 2 Bio-Joghourts das Sortiment erweitern. Zur Zeit werden im Jahr etwa 700.000 Liter verarbeitet, das ist knapp die Hälfte der Bio-Milch der BIOG-Produzenten. Dieses Zahl mag absolut gesehen wenig sein, relativ gesehen sind es aber immerhin etwa 7% der von der LUXLAIT vermarkteten Frischmilch. Die BIOG hat am Beginn der Kooperation mit der LUXLAIT ein Konzept entwickelt, das ziemlich elegant eine Reihe von Problemen löst: Die LUXLAIT erfasst die Milch separat und trennt die Menge ab, die gerade für das Bio-Sortiment in dem Moment gebraucht wird. Der Rest fliesst in den konventionellen Milchmarkt. Damit übernimmt die LUXLAIT das Risiko der Übermengen, das aufgrund des saisonal wechselnden Milchangebots und -verbrauchs ein grosses, ja quasi unlösbares Problem für die BIOG-Genossenschaft wäre. Nur die im Bio-Sektor benötigte Milch wird also als solche abgefüllt oder verarbeitet und kommt in die Distribution. Somit ist auch nur mit dieser ein Mehrwert zu erzielen, der dann dazu dient, die im Vergleich zu konventioneller Milch auf allen Stufen anfallenden Mehrkosten zu decken. Dazu zählen natürlich auch die Mehrkosten des Milch produzierenden Bio-Bauern. Von Anfang an hat die BIOG 5 Cents (im Herbst 2000 waren es noch 2 LUF) für jeden verkauften Liter als Bio-Plus an die Milchbauern ausgezahlt. Wenn aber wie jetzt nur die Hälfte der Milch im Bio-Sektor abgesetzt wird, bedeutet dies, dass der Bio-Plus-Zuschlag auf die abgelieferte Milchmenge bezogen auch nur zur Hälfte beim Bauern ankommt. Es ist dies die Konsequenz eines bewussten und solidarischen Beschlusses der Bio-Bauern der ersten Stunde, als sie vor zwei Jahren einstimmig beschlossen, neue Mitglieder in die BIOG-Liefergemeinschaft aufzunehmen. Mit der Aktion "5 Cents Bio-Plus: Faire Preise für die Bio-Bauern" wollen wir auf diesen Solidaritätsaspekt aufmerksam machen aber auch darauf, dass jeder Kunde mit dem Kauf eines jeden BIOG-Milch-Kartons seinen Solidarbeitrag zur luxemburgischen Bio-Produktion beiträgt. Für jeden verkauften Liter Milch transferiert die BIOG diesen "Bio-Plus" integral weiter an die Milch liefernden Bio-Bauern. Jeder Preis ist auch eine Bewusstseinfrage: Wer also weiss, dass er mit jedem Schluck Bio-Milch nicht nur seiner Gesundheit dient, sondern auch den Landwirt unterstützt, der mit seiner nachhaltigen Wirtschaftsweise und Tierhaltung die Umwelt schützt, entwickelt natürlich auch einen anderen Bezug zwischen sich und seiner Mitwelt. Denn, wir alle sind mitverantwortlich für die Gestaltung unserer Zukunft. Mitgeteilt von BIOG / Aender Schanck, Geschäftsführer Munsbach, den 14. September 2005 |
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