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PresseInitiative für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Luxemburg18. Januar 2007Nur wenige Monate nach dem ersten nationalen Aktionstag gegen Genpflanzen (1) haben sich einige wichtige Bauernorganisationen zusammen gefunden, um effizienter den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Luxemburg verhindern zu können. Die "Initiative für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Luxemburg" (2) möchte alle Bauern im Lande dazu auffordern, auf den Gentechnik-Anbau in ihren Betrieben zu verzichten. Wegen des Fehlens einer nationalen wie auch einer europäischen Gesetzgebung, welche den Anbau von Genpflanzen klar regeln würde, und weil die Genpflanzen potentielle Risiken für Umwelt und Gesundheit darstellen, fordern die Partner der Initiative, dass möglichst viele solcher freiwilligen «Â gentechnikfreien Zonen » in Luxemburg eingerichtet werden.
Letzte Woche hat die Initiative jeden der fast 2.200 Bauern in Luxemburg persönlich angeschrieben und sie gebeten, sich konkret gegen den Gentechnikanbau auszusprechen. Jeder Bauer ist daher eingeladen, eine Erklärung zu unterschreiben, in der er sich, vorerst für ein Jahr, gegen den Anbau und die Verwendung von gentechnisch veränderten Pflanzen auf seinem Betrieb wendet (3). Die Initiative hofft eine hohe Bereitwilligkeit bei den Bauern in Luxemburg zu finden, um in Zukunft noch nachhaltig qualitativ hochwertig, sowie biologisch, produzieren zu können. Die Bauern sollen ermutigt werden, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und ihre Saatgutlieferanten aufzufordern, garantiert «Â GMO-freies » Saatgut zu liefern. Das Saatgut ist nämlich das erste Glied der Lebensmittelkette: wenn es verunreinigt ist, gilt dies auch für alle nachgelagerten Bereiche. "Zur Zeit kann in Luxemburg noch die Reinheit des Saatgutes garantiert werden. Auch wenn hier im Lande zwar wenig Saatgut vermehrt wird, dürfte für unsere regionalen Bedürfnisse die Lieferung von zertifiziertem gentechnikfreiem Saatgut durch unsere ausländischen Züchtungspartner kein Problem sein" erklärt Henri Noesen, Geschäftsführer der "Lëtzebuerger Saatbaugenossenschaft" LSG. Die Initiative verfolgt die Grundidee, dass innerhalb kürzester Zeit in Luxemburg «Â Gentechnik-freie Zonen » entstehen werden, so wie sie schon in vielen anderen Ländern Europas existieren. In Deutschland zum Beispiel, garantieren 25.893 Betriebe (Stand 14. Januar 2007) auf 903 618 Hektar Gentechnikfreiheit. "Es gibt nach wie vor zuviele Unwissen über und Zweifel an der Notwendigkeit von gentechnisch veränderten Pflanzen. Darüber hinaus wollen eine grosse Mehrzahl der Verbraucher keine genetisch veränderten Lebensmitteln. Wir fordern also für uns Bauern das Recht, gentechnikfrei produzieren zu können und ich hoffe, dass viele Bauern uns dabei unterstützen werden", ergänzt Tom Leonardy, Präsident der Jungbauern und Jungwinzer. Auch wenn in Luxemburg noch keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut werden, existiert zugleich auch keine gesetzliche Regelung, weder was ihren Anbau noch was die Schadensersatzfragen betrifft. "Wenn jemand heute gentechnikveränderte Pflanzen anbaut, so akzeptiert er einerseits, dass unsere Landwirtschaft und unsere Lebensmittelproduktion nachhaltig verunreinigt werden und andererseits, dass er immer mehr abhängig von den Saatgutfirmen wird da diese Pflanzen patentiert sind.Wenn wir unabhängig bleiben wollen, ist nur noch eine Lösung möglich: keine GMOs auf unseren Höfen!" bemerkt zum Schluss Camille Schroeder, Präsident der Bauerenallianz. Um die Bauern zum Thema Gentechnik in der Landwirtschaft zu informieren und weitere offene Fragen zu beantworten, organisiert die Initiative zwei Abendveranstaltungen, zu denen alle Bauern und Interessierte eingeladen sind (4). KontaktHenri Noesen, Lëtzebuerger Saatbaugenossenschaft: 26 32 33 20Marco Koeune, Bauerenallianz, mobile: 621 31 47 61 Tom Leonardy, Jongbaueren & Jongwenzer, mobile: 621 37 63 39 Raymond Aendekerk, bioLABEL, mobile: 621 26 12 95 Notizen
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