Presseinformationen

De Bio-Bäcker: Traditionsgebäck aus neuen Öfen

Boulangerie Artisanale wird OIKO-Bakhaus

30. September 2013

So viel gleich vorab: „De Bio-Bäcker“ bäckt weiter. Allerdings in Münsbach, denn dorthin ist das komplette Team der vormals in Remerschen beheimateten Boulangerie Artisanale Obertin umgesiedelt – inklusive Chef und einem halben Dutzend Bäcker. Sieben Personen widmen sich nun im OIKOPOLIS-Zentrum der Produktion des begehrten Bio-Brots und –Gebäcks, das drei Jahrzehnte lang von der Mosel kam.

„Als ich im Frühjahr 1983 begann, in Remerschen eine Brotstube einzurichten, die sieben Jahre lang leer gestanden hatte, konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich 30 Jahre später immer noch am selben Ort dasselbe Bio-Brot herstellen würde“, bekennt Fränk Obertin mit einem Lächeln. Tatsächlich hat der Bio-Back-Pionier seine Boulangerie Artisanale im 30. Jahr ihres Bestehens geschlossen und unter neuem Namen im Syrdall-Park wieder eröffnet – weil im Jubiläumsjahr die Nachfolgefrage ungelöst war und steigende Nachfrage eine neue Logistik erforderte. In die neu gegründete OIKO-Bakhaus sàrl, die nun im OIKOPOLIS-Zentrum angesiedelt ist, nahm er alle Bäcker mit, die schon vorher mit ihm zusammengearbeitet hatten. Sie sorgen dafür, dass das handwerkliche Know-How erhalten bleibt und weiter ausgebaut wird.

Helle Milde oder uriges Aroma: alles Natur

Mit dem bewährten Gerät, das ebenfalls in die neue Firma übernommen wurde, und unterstützt durch einen neuen, energiesparenden Dampf-Backofen, arbeitet das eingespielte Team derzeit an fünf Tagen pro Woche. Dabei produziert es all die leckeren Vollwertbrote und –brötchen mit dem Biolabel und die Demeter-Backwaren, die Fans des Hauses seit langem kennen und lieben.

Rund 400 Brote verlassen pro Backtag den Ofen, um über den Großhändler BIOGROS in alle NATURATA-Filialen und anderen Bioläden des Landes verteilt zu werden. Fast 20 Sorten Brot und Brötchen umfasst die Palette – vom Spelz- oder Briochebréidchen über das glutenfreie Reis-Maisbrout, das traditionelle Wees- und Bauerebrout bis hin zu dunkleren Spezialitäten wie Multicéréales und dem herbwürzigen Kaarbrout, das ganz aus feingemahlenem Roggen besteht. Dass gerade dessen Vollwertteig trotz urigen Aromas so locker-leicht ist, wie er hierzulande geschätzt wird, dafür sorgt Fränk Obertins Natur-Sauerteig bzw. „Deesem“, der ihn ebenfalls schon 30 Jahre lang begleitet. Erstmals angesetzt im Gründungsjahr 1983, hat die mild-frische Aktivkultur längst Kultstatus erreicht und viele Verbraucher für den Genuss dunkler Sorten gewonnen, die auf luftig-helle Sorten geradezu eingeschworen waren.

Obertins Spezialrezepte tragen das Ihre zum positiven Geschmackserlebnis bei, und auch hier geht die Entwicklung weiter. Ebenso wie im Bereich Gebäck, der mit „Aachten“, Schnecken, Schoko-Zöpfen und diversen Tartelettes ebenso verführen kann wie mit Amaranth-Carrés und Dinkel-Croissants, wird die Produktpalette ständig erweitert. Zuletzt wurde im September mit großem Erfolg das Brioche-Brötchen lanciert.

Bald an 6 Tagen „vom Acker bis auf den Teller“

Die Nachfrage ist mittlerweile so groß, dass die Produktion ausgeweitet wird: von aktuell fünf auf sechs Backtage pro Woche. Voraussichtlich Mitte Oktober gibt es dann Briochebrötchen und Spelz-Croissants nicht nur dienstags bis samstags zum Frühstück, sondern bereits zum Wochenstart am Montag. Die komplette Palette an OIKO-Bakhaus-Produkten ist dann täglich ofenfrisch verfügbar – außer am Sonntag, aber dann haben auch die Verkaufsstellen, die „de Bio-Bäcker“ beliefert, geschlossen.

Dafür hält dieser branchenintern einen anderen Rekord: keine Backstube im Großherzogtum verarbeitet mehr Vollkornmehl als das OIKO-Bakhaus. Deshalb sind über den Fortbestand der Obertinschen Backtradition auch die Bio-Getreidebauern im Lande froh. Denn dank OIKO-Bakhaus ist auch künftig gewährleistet, dass die hiesige Getreideproduktion der BIOG-Bauern in der Region vermalen und das lokal erzeugte Mehl auch im Lande selbst verbacken werden kann.

So sichert die Backstube im OIKOPOLIS-Zentrum die Getreideproduktion der Bio-Bauere-Genossenschaft Lëtzebuerg nicht nur ab, sondern bietet ihr sogar eine Perspektive zum Ausbau. Damit wird, ganz im Sinne der OIKOPOLIS-Betriebe, die gesamte Wertschöpfungskette auf regionaler Ebene valorisiert – vom Produzenten über den Verarbeiter, Lieferanten und Verkäufer bis hin zum Verbraucher. Um es mit dem Motto der BIOG auszudrücken: „Vom Acker bis auf den Teller“.

Mehr info unter: www.bio-baecker.lu

OIKO-Bakhaus, Facts & Figures:

Gründung der OIKO-Bakhaus sàrl im Dezember 2012

Gesellschafter: Fränk Obertin (Remerschen), Bio-Bäckerei Sander GmbH Saarbrücken, OIKOPOLIS Participations SA

Anteile: Obertin – Sander: je 25%, OIKOPOLIS Participations SA: 50%

Geschäftsführung: Jos Houtmann, Fränk Obertin

Vorgeschichte: Integrale Fortführung der 1983 gegründeten Boulangerie Artisanale Remerschen (= „Pains Obertin“). Alle Mitarbeiter wurden in die neue Gesellschaft übernommen und führen dort ihre Bäckertätigkeit ausschließlich mit den bewährten Obertin-Rezepturen weiter. Das Inventar wurde, ebenso wie der Fonds de Commerce, der alten Boulangerie Artisanale abgekauft. Der neue Schritt wurde motiviert durch die ungelöste Nachfolgefrage im alten Betrieb, als Fränk Obertin pensioniert wurde.

Perspektive: Das Knowhow der seit 30 Jahren bestehenden Bio-Pionier-Bäckerei Obertin wird über die neue Gesellschaft erhalten und weiter entwickelt. Dies ermöglicht zugleich die Absicherung der luxemburgischen BIOG-Getreideproduktion und voraussichtlich sogar deren Ausbau.

Mehr zur Unternehmensphilosophie und Produktpalette unter www.bio-baecker.lu