Presseinformationen

CO₂-Kompensation vor der Haustür

OIKOPOLIS-Gruppe fördert Biolandwirtschaft in Luxemburg

19. Dezember 2013

Vor wenigen Jahren noch unvorstellbar, sind Begriffe wie Klimaschutz und „klimaneutrales Wirtschaften“ heute weit verbreitet – Nachhaltigkeitsdebatten sei Dank. Vor allem die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen hat wichtige Impulse für Initiativen gegen das „Global Warming“ gegeben. So kann, wer der vom Treibhauseffekt belasteten Erde und damit all ihren jetzigen und künftigen Bewohnern etwas Gutes tun will, einen UN-zertifizierten Ausgleich zum „Treibhausgas“ (Kohlendioxid) schaffen, das unsere Atmosphäre belastet.

Internationale Konzerne pflegen gerne eine Nachhaltigkeitsstrategie, die produktionsbedingte CO₂-Ausstöße gegen Sauerstofferzeugung durch firmenfinanzierte Aufforstung verrechnet. Unter dem Strich ergibt sich dadurch eine vermeintlich klimaneutrale Produktion. Doch der Anreiz zum umweltverträglicheren Wirtschaften wird umso geringer, je weiter der Adressat von Ausgleichszahlungen aus dem Blickfeld gerät.

Biolandwirtschaft verbessert die Umgebungsqualität

Vor diesem Hintergrund hat die Luxemburger OIKOPOLIS-Gruppe sich entschlossen, ihre CO₂-Emissionen zu kompensieren, indem sie Projekte fördert, die ganz unmittelbar den Menschen im Einzugsbereich ihrer Unternehmensaktivitäten zugutekommen. Der Bio-Grossist BIOGROS, die Bio-Bauern-Genossenschaft BIOG, die zusammen mit BIOGROS die Produktmarke BIOG betreibt, und die Bio-Einzelhandelskette NATURATA als Kerneinheiten der OIKOPOLIS-Gruppe definieren diesen Einzugsbereich: sie alle zielen mit ihrer Geschäftstätigkeit auf die Menschen im Großherzogtum Luxemburg. Herstellung und Vertrieb regional erzeugter Bio-Lebensmittel bilden dabei das Kerngeschäft. Am anderen Ende der Wertschöpfungskette, oder vielmehr an deren Anfang, stehen deshalb Bio-Landwirte aus der Region.

Durch ihre spezifische Wirtschaftsweise tragen sie viel dazu bei, unsere Böden mit Nährstoffen anzureichern, die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen zu erhalten, Grundwasserreserven zu schaffen und auf vielfältig andere Art und Weise ein gesundes Ambiente zu schaffen, das unsere Umgebungsqualität nachhaltig verbessert. Sie dabei zu unterstützen, ist deshalb aus OIKOPOLIS-Sicht nur folgerichtig.

Nachhaltigkeitsbericht schafft Transparenz

Angekündigt wurde diese Absicht bereits im Nachhaltigkeitsbericht der Gruppe, der zur Oekofoire 2013 präsentiert wurde. Auf 63 Seiten ist darin nachzulesen, welche Einzelmaßnahmen die OIKOPOLIS-Betriebe bereits anwenden, um ressourcenschonend zu wirtschaften. Dass diese Maßnahmen greifen, belegt ein Dokumentationsprogramm, das die Gruppe gemeinsam mit einer Forschungsgruppe des Centre de Recherche Public Henri Tudor entwickelt hat.

Ungeachtet dieser Erfolge steht in der CO₂-Bilanz der Gruppe am Ende des Jahres 2012 ein „ökologischer Fußabdruck“ der dem Gewicht von 1.031 Tonnen CO₂-Äquivalent entspricht. Um diesen „Carbon Footprint“ auszugleichen, hat der Vorstand der OIKOPOLIS-Gruppe Ausgleichszahlungen von 20 Euro je Tonne CO₂-Äq. beschlossen. Im internationalen Vergleich bewegt man sich damit im obersten Fünftel dessen, was im UN-zertifizierten Kompensationshandel gezahlt wird, denn dort ist der „Preis“ für eine Tonne Treibhausgas-Emissionen von anfangs 25 Euro auf ganze 5 Euro verfallen.

Die so errechneten 20.620 Euro an Ausgleichszahlungen hat die OIKOPOLIS-Gruppe nun zu gleichen Teilen an zwei Organisationen überwiesen, die die Luxemburger Bio-Landwirtschaft auf je eigene Weise unterstützen und fördern: das „Institut fir biologesch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg“, kurz: IBLA, und der gemeinnützige Verein „Bio-Lëtzebuerg – Vereenegung fir Bio-Landwirtschaft Lëtzbuerg a.s.b.l.“, in dem der ehemalige „Demeter Bond Lëtzebuerg“ und die Asbl „bio-LABEL“ fusioniert sind.

Am 18. Dezember überreichten die OIKOPOLIS-Vorstände Änder Schanck und Roland Majerus den symbolischen Scheck an die Leiter der beiden geförderten Vereine – in der Hoffnung, dass dieses Beispiel Schule macht. Öko-Landbau und Bio-Agrarkultur direkt vor der eigenen Haustür zu unterstützen, kommt ja letztlich uns allen zugute.

Mehr Info:

Nachhaltigkeitsbericht der OIKOPOLIS-Gruppe zum Download:

http://www2.oikopolis.lu/de/nachhaltigkeit/ (« Download PDF-Version »)
www.ibla.lu
www.bio-letzebuerg.lu