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Fair & associative

Neues Logo für bewährte Formen der Zusammenarbeit

Seit Sommer 2017 tragen über 30 Produkte der Marke BIOG das fair&associative-Logo. Dieses bescheinigt die Verarbeitung hochwertiger biologischer und biodynamischer Rohstoffe sowie eine solidarische Zusammenarbeit „vom Acker bis auf den Teller“.

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Was heißt assoziativ?

Fast jedes Produkt geht bis zum Verzehr durch mehrere Hände. Vom Produzenten gelangt das landwirtschaftliche Erzeugnis zum Verarbeitungsbetrieb und vom Großhändler und Einzelhändler zum Konsumenten. Assoziativ bedeutet, dass alle an der Wertschöpfung beteiligten Akteure in sogenannten Marktgesprächen zusammenkommen, sprich: sich assoziieren. In den Betrieben der OIKOPOLIS-Gruppe gehören diese Gespräche seit den frühen 90er-Jahren zum unternehmerischen Selbstverständnis. Bauern, Verarbeiter, Händler und Kundenvertreter sitzen dabei gemeinsam am Runden Tisch und tauschen sich über die Qualität ihrer Handelsbeziehungen aus. Auf den Tisch kommen unter anderem Anbaumethoden, Verarbeitungsformen, Produktionsbedingungen, Wetterbedingungen und eine faire Preisgestaltung. Ziel ist nicht die einseitige Vorteilsmaximierung, sondern Wege der Kooperation, die allen Handelspartnern zugutekommen.

Eine neue Dimension von „Fair Trade“

Der „Fair Trade“-Begriff bezieht sich oft nur auf den Handel mit dem globalen Süden. Der Umgang mit heimischen Produzenten wird weniger kritisch hinterfragt – in der Annahme, bei Bio sei Fairness inklusive. Das gilt jedoch nicht automatisch, denn weder das EU- noch die nationalen Bio-Labels beziehen Sozialstandards mit ein. Auch deshalb kann biologische Massenware zu Discounter-Preisen in den Handel kommen, die vor allem für kleine Erzeuger existenzbedrohend sind.

Der richtige Preis

„Im Einkauf liegt der Gewinn“ ist eine hartnäckige Händlerweisheit, die mit assoziativer Zusammenarbeit wenig zu tun hat. Kauft ein Händler zu billig ein, macht er ein Geschäft auf Kosten vorgelagerter Wertschöpfungsstufen und letztlich auch der Umwelt. Ein fairer Preis muss hoch genug sein, dass ein Produkt unter für Mensch, Tier und Natur würdigen Bedingungen erzeugt werden kann. Er muss aber auch für die Konsumentinnen und Konsumenten bezahlbar sein. Ob ein Preis allseits ausgewogen ist, kann am besten im assoziativen Prozess herausgefunden werden.

„Fair & associative“ – nicht nur ein Lippenbekenntnis,

… sondern eine Zusage für verbindliche Kooperation. Neben der Teilnahme an den Marktgesprächen müssen sich alle Handelspartner, die das fair&associative-Logo tragen möchten, hinsichtlich ihrer Gemeinwohlorientierung von einer neutralen Stelle bewerten lassen.

Die genauen Bedingungen sind in der „Charta für Assoziatives Wirtschaften“ festgelegt. Trotz der hohen Anforderungen bekunden immer mehr Betriebe ihr Interesse, der Gemeinschaft fair&assoziativ handelnder Unternehmen beizutreten. Unseren Kundinnen und Kunden wird somit in Zukunft eine größere Produktpalette an von Anfang bis Ende fair produzierten und gehandelten Lebensmitteln zur Verfügung stehen.