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Nachhaltigkeit

Ökologische Verantwortung ist unser Metier

Biolandwirtschaft und Umweltschutz gehören zusammen. Das folgt aus der Definition ökologischer Landwirtschaft: sie will die natürlichen Grundlagen für kommende Generationen stärken und bewahren. Deshalb haben alle Betriebe, die seit 1989 aus der BIOG-Genossenschaft hervorgegangen sind, zum Ziel, nicht nur die Biolandwirtschaft zu fördern, sondern generell achtsam mit unseren natürlichen Ressourcen umzugehen. Dies betrifft den Sektor Energie, gilt aber auch für sämtliche Rohstoffe, den Faktor Fläche und die Qualität von Boden, Wasser und Luft sowie für die natürliche Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen.

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Unsere Wertschöpfungskette ist, genau genommen, ein Kreislauf - sogar ein doppelter, denn die Herstellung von Bio-Lebensmitteln beruht auf Rohstoffen, die dem von der biologischen Landwirtschaft unterstützten Naturkreislauf entstammen, und ist in der OIKOPOLIS-Gruppe ihrerseits als Kreislaufwirtschaft angelegt. Für diese Besonderheit gibt es in anderen Produktionszusammenhängen keine Parallele:

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Der verantwortungsvolle Umgang mit Naturgrundlagen ist für unsere dem Biolandbau verbundenen Betriebe selbstverständlich – auch außerhalb von Feld und Hof. Einzelne Maßnahmen stehen deshalb beispielhaft für ein umfassendes Gesamtkonzept.

Ressourcenschonung und mehr

In mehreren Broschüren haben wir detailliert dargelegt, wie BIOGROS, NATURATA & Co in diesem Sinne verantwortungsvoll und zukunftsbewusst handeln. Sie können sie hier herunterladen oder ein Printexemplar in Ihrer NATURATA-Filiale abholen. Einen kurzen Überblick erhalten Sie hier:

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Ökologisches Bauen

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Unsere Techniker planen, bauen und renovieren ökologisch: im Gebäudeinneren (Verkaufs- und Lagerflächen, Aufenthalts- und Büroräume) sowie auf den Außenflächen (Parkplätze, Ladenbeleuchtung) nutzen wir nur noch LED-Technik. Kühlmöbel sind geschlossen, und ihre Abwärme wird ebenso wie die aus größeren Kühlhäusern über Wärmetauschsysteme in eine innovative Fußbodenheizung eingespeist. Das Gesamtkonzept unserer ökologisch nachhaltigen Haus- und Gebäudetechnik wurde schon mehrfach mit (inter-)nationalen Umweltpreisen gewürdigt.

Ökologische Beschaffung

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Nicht nur bei Bauprojekten setzen wir auf energiesparende Technologien und nachhaltige Werkstoffe. Dasselbe gilt auch im Backoffice, denn auch bei Bürotechnik und Schreibwaren achten wir auf nachhaltige Produkte, z.B. ohne Lösungsmittel und Weichmacher bzw. auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Dabei gelten die Grundsätze:

  • Möglichst papierlos! Wenn Papier, dann recycelt, aus nachhaltiger Forstwirtschaft und mit dem „Blauen Engel“
  • Pappe statt Plastik
  • Wenn Kunststoff, dann Bio, d.h. ohne Mineralöl und auf Basis nachwachsender Rohstoffe

„Ökobon“

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Seit 2017 sind die Kassenzettel bei NATURATA „grün“ … auch wenn sie eher grau aussehen. Das innovative Thermopapier ist FSC-zertifiziert, kommt ohne chemische Farbentwickler aus und ist dennoch lebensmittelecht und archivierbar. Durch die Umgruppierung der Informationen sparen wir Platz und damit Papier – am laufenden Meter!

Kampf gegen Lebensmittelverschwendung

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Die Wertschöpfungskette der biologischen und biodynamischen Landwirtschaft ist auch eine Wertschätzungskette – von den Rohstoffen über die Teilnehmer der Kette, die aus ihnen im Einklang mit der Natur wahre Werte schaffen, bis hin zum Ergebnis. Diese „Mittel zum Leben" nicht achtlos zu verschwenden, ist uns ein wichtiges Anliegen. Um es zu erreichen, setzen wir auf verschiedenen Ebenen an:

  • „Zweet Chance“: Krumm gewachsene Früchte, Obst und Gemüse mit Druckstellen, Mini-Eier, Backwaren vom Vortag oder Molkereiprodukte kurz vor Erreichen ihres Mindesthaltbarkeitsdatums sind zu wertvoll für die Tonne. Deshalb weisen wir die NATURATA- KundInnen mit einem orangefarbenen Etikett darauf hin, dass es diese Qualitätsprodukte zum ermäßigten Preis gibt
  • Mitarbeiterrabatt: Was dennoch keine zahlenden Abnehmer findet, bieten wir zu einem symbolischen Preis von 1 Euro pro Kiste unseren Mitarbeitenden an.
  • Weiterverarbeitung: Auch die „Cuisine artisanale“ bei BIOGROS ist ein dankbarer Abnehmer, z.B. für vollreifes Gemüse, das sie zu Gemüsesuppen der Marke BIOG einkocht.
  • Spende: Regelmäßig überlassen wir nicht verkaufsfähiges Obst und Gemüse, bei dem die „inneren Werte“ die äußeren Makel überwiegen, dem Cent Buttek. Dort geben ehrenamtliche HelferInnen die Bio-Lebensmittel an Bedürftige aus oder kochen daraus Konfitüren, Suppen und Soßen, die über ihre vier Standorte ebenfalls unentgeltlich an Betroffene verteilt werden.
  • Biogas: Lebensmittel, die auch der oben skizzierte „Mehrstufenplan“ nicht für den Verzehr retten konnte, sowie organische Abfälle aus unseren Restaurants, Bistros und Verarbeitungsküchen leiten wir gesammelt an einen kooperierenden Bauern weiter. In seiner Biogasanlage entsteht daraus Energie, die er im eigenen Betrieb nutzt.
  • ECOBOX: Selbstverständlich beteiligen sich auch NATURATA Resto & Café sowie die Filial-Bistros am Ecobox-System, bei dem vorbestellte Menüs oder nicht aufgegessene Speisen in einem recylingfähigen Pfandbehälter mitgenommen werden können.

Produktverpackung

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Natürlich fördern wir Wertstoffkreisläufe vor allem dort, wo wir selbst die betreffenden Produkte samt Verpackung in Verkehr bringen. Wie beim Kampf gegen Lebensmittelverschwendung (s.o.) setzen wir auch bei der Vermeidung von Verpackungsmüll an mehreren Punkten an:

  • Valorlux-System: BIOG, BIOGROS und NATURATA sind Mitglieder des nationalen Valorlux-Rücknahme- und Recycling-Systems („Blauer Sack“, Altglas- und Papiersammlung) und unterstützen dieses durch Beitragszahlungen entsprechend dem Volumen der von uns in Umlauf gebrachten Verpackungen. Für Altglas haben wir allerdings eine eigene Lösung:
  • Eigeninitiative: Im Sinne der Produzentenverantwortung kooperiert NATURATA mit der internationalen Naturkostszene über ein eigenes Pfand- und Rücknahmesystem für Glasflaschen und –becher (bei Joghurts). Unsere KundInnen nehmen dieses System schon seit Jahren sehr gut an.
  • Eigene Produktverpackungen: BIOGROS fungiert nicht nur als Transporteur und Distributeur von Bio-Produkten verschiedenster Hersteller, sondern auch als Verarbeiter für die Produkte der hauseigenen BIOG-Marke. Auch dabei spielt das Thema Verpackung eine zentrale Rolle. Nicht immer ist Verpackung verzichtbar. Manchmal liegt dies an Fertigungsprozessen, oft aber auch an Hygiene- oder Kennzeichnungsvorschriften, denn die von der EU geforderten Hinweise müssen auf irgendein Trägermaterial aufgebracht werden. Dabei bevorzugen wir kompostierbares Verpackungsmaterial, wo immer dessen Einsatz sinnvoll und möglich ist. Mehr dazu im Nachhaltigkeitsbericht 2018. Eine Kurzfassung davon enthält die OIKOPOLIS News No. 15 (Sonderausgabe Nachhaltigkeit, vgl. Downloadangebote in der Randspalte). Über nachhaltige Verpackungsalternativen bei NATURATA informiert zudem ein handlicher Leporello (vgl. ebd.).
  • Verkaufsmethode „Unverpackt“: Im NATURATA Bio Marché Merl haben wir schon 2016 einen Pilotversuch mit einer „Unverpackt“-Theke gestartet: 25 Trockenprodukte zur Selbstabfüllung in bereitliegende Papiertüten oder mitgebrachte Behälter.

Mehr über Verpackungen bei NATURATA und die Verpackungen von BIOG-Produkten

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Abfallvermeidung

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Intern wie extern wollen wir Müll vermeiden, und wo er unvermeidlich ist, handeln wir getreu dem Motto „auch Abfälle sind Wertstoffe“ und führen diese den entsprechenden Wiederverwertungs-Kreisläufen zu. Deshalb gibt es an jedem unserer Standorte eine/n MitarbeiterIn, der bzw. die für das Abfall-Management verantwortlich ist, und im OIKOPOLIS-Zentrum sogar eine Koordinatorin. Gemeinsam kümmern sie sich um...

  • Mülltrennung in Mitarbeiterküchen und Pausenräumen: Hier wird rund ein Dutzend Wertstoffe getrennt gesammelt und später den entsprechenden Wiederverwertungskreisläufen zugeführt. Hierfür sind wir von der „SuperDrecksKëscht fir Betriber“, einer Rücknahmestruktur des Luxemburger Ministeriums für nachhaltige Entwicklung bzw. deren Abteilung für Unternehmen, mit einem speziellen Label prämiert.
  • Sortierung und Weiterleitung von Wertstoffen aus den Bereichen Büro- und Baumaterial (incl. Leuchtmittel etc.)

Erneuerbare Energien

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  • Atomenergie und fossile Brennstoffe lehnen wir grundsätzlich ab. All unsere Betriebe beziehen ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen (Wasser- und/oder Windkraft, je nach Ermessen unseres Energielieferanten).
  • Das Gründach unseres OIKOPOLIS-Zentrums ist mit einer großen Photovoltaik-Anlage bestückt.
  • Über die OIKOPOLIS Participations sind wir an der Hëpperdanger Wandenergie S.àr.l. beteiligt, die ihrerseits ein Viertel der Wandpark Hengescht SA besitzt und mit dieser den zweitgrößten Windpark Luxemburgs betreibt.

Umweltbewusste Mitarbeiter-Mobilität

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  • Bei der Einsatzplanung in unseren Schichtteams werden Fahrgemeinschaften berücksichtigt. Für Mitarbeitende, die mit Fahrgemeinschaften zur Arbeit kommen, sind spezielle Parkplätze reserviert. Mitarbeitende, die mit öffentlichen Transportmitteln zur Arbeit kommen, erhalten einen Fahrtkostenzuschuss.
  • Die OIKOPOLIS-Mitarbeitenden der Munsbacher Zentrale einschließlich der Leitungsebene betreiben Car-Sharing, denn das einzig verfügbare Dienstfahrzeug ist ein gemeinschaftlich genutzter Kleinwagen. Dieses E-Car wird ausschließlich mit dem von uns abonnierten „grünen“ Strom betankt. Auch KundInnen des OIKOPOLIS-Zentrums können die dafür vorgesehenen Stellplätze samt Ladesäulen nutzen.

Umweltbewusster Warentransport

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Unsere Lieferfahrzeuge sind geleast. So vermeiden wir das Festhalten an überholten Umweltnormen aus reinen Kostengründen, denn der Eigentümer unserer LKW-Flotte sorgt dafür, dass auch bei den energieaufwändigen Kühlfahrzeugen der bestmögliche Kompromiss zwischen Umweltschutz und Lebensmittelsicherheit gefunden wird.

Auf „Flugobst“ greifen wir nur dann zurück, wenn hohe Kundennachfrage und kurze Lagerfähigkeit der Früchte zusammenkommen. Ansonsten bevorzugen wir Schiffsfracht – oder den Landweg, denn europäische Anbaugebiete und Mittelmeeranrainer genießen gegenüber Transkontinentaltransporten höchste Priorität. Auch hier lohnt es sich jedoch nachzurechnen, denn bisweilen ist die Ökobilanz eines monatelang in Klimakammern gelagerten Apfels europäischer Herkunft schlechter als die einer erntefrisch für den hiesigen Winterbedarf verschifften Frucht von der Südhalbkugel.

CO₂: Selbstkontrolle und Kompensation

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Wir erfassen alle Auswirkungen unserer Unternehmensaktivitäten auf die Umwelt und rechnen diese mit einer Spezialsoftware in CO₂-Äquivalente um. Die Analyse der Ergebnisse (jährliche Dokumentation seit 2008) hilft bei der Identifikation neuer Optimierungspotenziale. Zudem dient das Ergebnis dieser CO₂-Bilanz als Bemessungsgrundlage für die freiwilligen Kompensationszahlungen, die wir seit dem Geschäftsjahr 2012 leisten.

Mit 20 Euro je Tonne CO₂-Äquivalent unterstützen wir ganz gezielt Einrichtungen, die die Verbreitung der Bio-Landwirtschaft in Luxemburg und Europa fördern. Damit unterscheiden wir uns bewusst von international üblichen Kompensationsroutinen – sowohl durch die Höhe der Kompensationszahlungen je to CO₂-äq als auch durch den Fokus auf klimaschutzrelevanten Aktivitäten vor unserer eigenen Haustür. Beides motiviert sich aus dem ehrlichen Bestreben, die Entlastung der Atmosphäre den Menschen dort zugutekommen zu lassen, wo die Umweltbelastungen auch entstanden sind.

Actu20190702_CO2_Kompensation

Bereits zum 6. Mal in Folge leisteten die OIKOPOLIS-Betriebe auch 2019 einen freiwilligen Ausgleich für die Schadstoff-Emissionen, die imjeweils letzten Geschäftsjahr der Ökobilanz durch ihre Tätigkeitverursacht wurden und trotz aller Anstrengungen um nachhaltige Prozessenicht vermieden werden konnten. Bezugsjahr war diesmal das Geschäftsjahr 2017.

Berechnungsgrundlage ist die seit 2008 jährlich vorgelegte CO₂-Bilanz der OIKOPOLIS-Gruppe, die die negativen Begleiterscheinungen der OIKOPOLIS-Aktivitäten mithilfe einer auf wissenschaftlicher Basis maßgeschneiderten Software in CO₂-Äquivalente umrechnet. Für jede Tonne dieser Einheit zahlen BIOGROS, NATURATA und OIKOPOLIS Services 20 Euro an unabhängige Institutionen, die sich dem Klimaschutz, vor allem in Luxemburg, widmen, indem sie die Biolandwirtschaft fördern.

Bei einer CO₂-Bilanz von 1.758 to CO₂äq in 2017 entspricht dies einer Summe von insgesamt 35.160 Euro, die die genannten OIKOPOLIS-Betriebe zu gleichen Teilen an die bereits bewährten Empfänger spendeten. Jeweils 11.720 Euro entfielen dabei auf Bio Lëtzebuerg asbl, bezahlt durch BIOGROS, während NATURATA dieselbe Summe an das Institut fir Biologësch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg asbl (IBLA) überwies. Die zentrale Dienstleistungsgesellschaft der OIKOPOLIS-Betriebe, OIKOPOLIS Services (vormals OEkimmO) S.àr.l., wiederum übernahm die Patenschaft für das letzte Drittel der Ausgleichszahlungen und leistete eine Zahlung in Höhe von ebenfalls 11.720 Euro an die Landwirtschaftliche Sektion des Schweizer Goetheanums.

Die entsprechenden Symbolschecks wurden am 1. Juli in Munsbach überreicht (v.l.n.r.: Sigmund Walbaum/NATURATA, Dr. Stéphanie Zimmer/IBLA, Patrick Kolbusch/BIOGROS, Daniela Noesen/Bio-Lëtzebuerg, Änder Schanck/OIKOPOLIS Participations)