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FAQs

Hier finden Sie eine Liste häufig gestellter Fragen von Kundinnen und Kunden und unsere Antworten.

20190606_FAQs

Wodurch unterscheidet sich „Bio“?

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„Bio“ steht für eine ganzheitlich-nachhaltige Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel mittels möglichst schonender Landbewirtschaftungsmethoden. Chemisch-synthetische Düngemittel und Pflanzenschutzmittel sowie Gentechnik sind tabu. Ob Milchkuh, Schwein oder Henne: alle Tiere werden wesensgerecht gehalten. Das bedeutet ausreichend Platz, Auslauf, frische Luft und qualitativ hochwertiges Bio-Futter. Die prophylaktische Verabreichung von Antibiotika und die Zugabe wachstumsfördernder Mittel sind verboten.

Bio-Produkte gehören zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln. Das lückenlose Kontrollsystem schließt alle Erzeugungs- und Verarbeitungsstufen ein. Die Endprodukte sind frei von künstlichen Farbstoffen, künstlichen Süßungsmitteln, Geschmacksverstärkern und Konservierungsmitteln. Dies spiegelt sich auch im unverkennbar natürlichen Geschmack wider.

Eine vollständige Übersicht zu den Unterschieden zwischen konventioneller und biologischer Landwirtschaft finden Sie hier.

Woran sind Bio-Lebensmittel zu erkennen?

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Der Begriff „Bio“ ist ein EU-weit geschützter Begriff gemäß der europäischen Öko-Verordnung (EG) Nr. 834/2007. Produkte, die als „Bio“ deklariert werden, müssen mindestens den europäischen Mindeststandards entsprechen. Diese besagen, dass mindestens 95 Prozent aller verwendeten Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft stammen müssen. Seit 2010 gilt für alle vorverpackten, ökologisch erzeugten Lebensmittel, die in einem EU-Mitgliedstaat hergestellt werden und die Kriterien der EU-Rechtsvorschriften erfüllen, die Kennzeichnungspflicht mit dem blattförmigen EU-Bio-Logo. Im selben Sichtfeld müssen auch der Ort der Erzeugung der landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe und die Codenummer der jeweils zuständigen Ökokontrollstelle genannt werden. Die Codenummer der Kontrollbehörde setzt sich nach folgendem Schema zusammen: Länderkürzel – Hinweis auf biologische Produktion – höchstens dreistellige Referenznummer der Kontrollstelle (z.B. LU-BIO-04).

Die Einführung des EU-Bio-Logos hat die Vielfalt anderer Ökolabel nicht verringert. Die meist sehr viel weiter reichenden nationalen Bio-Siegel wie Bio LËTZEBUERG, das sechseckige deutsche Bio-Siegel oder das französische Bio-Label (abgekürzt AB) können neben dem EU-Bio-Logo weiterhin verwendet werden. Dasselbe gilt für die Zeichen der Bio-Anbauverbände (z.B. Demeter, Bioland, Naturland) und die privaten Handelsmarken. Dabei hebt sich das Demeter-Zeichen für Produkte aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft deutlich ab, da es weit über die Mindestanforderungen der EU hinausgeht.

Aufpassen muss man bei Begriffen wie „naturnah“ oder „natürlich“. Sie bedeuten keineswegs dasselbe wie „Bio.“ Die Kennzeichnung „integrierter Landbau“ oder „agriculture raisonnée“ steht für eine verbesserte Form der konventionellen Landwirtschaft, die jedoch nicht mit der Bio-Landwirtschaft vergleichbar ist.

Eine Übersicht zu unseren wichtigsten EU-Bio-Siegeln finden Sie hier.

Kommen ausländische Bio-Produkte tatsächlich aus ökologischer Landwirtschaft?

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Alle in die EU importierten Bio-Lebensmittel unterliegen denselben strengen Regeln, die ein Bioprodukt innerhalb der EU erfüllen muss. Bio-Lebensmittel, die in der EU angeboten werden – egal, ob sie von inner- oder außerhalb der EU kommen – müssen also die in der EU-Öko-Verordnung festgelegten Standards erfüllen.

Wie wird überprüft, ob ein „Bio“ gelabeltes Produkt auch wirklich bio ist?

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Bio-Lebensmittel sind die am strengsten überwachten Lebensmittel. Sie unterliegen sowohl der EU-Öko-Verordnung als auch der nationalen Gesetzgebung, die die einzuhaltenden Mindeststandards definieren. Um zu gewährleisten, dass die Kontrollen in allen EU-Ländern gleichwertig sind, müssen sämtliche zugelassenen Kontrollstellen bestimmte EU-Mindestnormen hinsichtlich Qualitätsmanagement und Dokumentation erfüllen. Das Kontrollsystem schließt alle Verarbeitungsstufen ein. So wird bei der Brotherstellung der Landwirt kontrolliert, der das Getreide anbaut, die Mühle, die das Getreide mahlt, sowie der Bäcker, der daraus Brot backt.

Gemäß der EU-Verordnung muss jeder Betrieb mindestens einmal pro Jahr kontrolliert werden. Zudem gibt es unangekündigte Stichprobenkontrollen. Ein Landwirt muss anhand seiner Dokumente und Bücher nachweisen, dass er entsprechend der EG-Öko-Verordnung wirtschaftet. An die Überprüfung der Dokumente schließt sich eine Betriebsbesichtigung an. Ist der Bauer oder Verarbeiter Mitglied eines Anbauverbandes wie z.B. Demeter oder Bioland oder der Vereinigung für Bio-Landwirtschaft Luxemburg asbl, die auch Lizenzgeberin des Luxemburger Qualitätssiegels Bio LËTZEBUERG ist, muss er auf zusätzliche Anforderungen geprüft werden. Neben den Öko-Kontrollen unterliegen alle Bio-Betriebe auch der ganz normalen Lebensmittelüberwachung sowie der routinemäßigen Qualitätssicherung innerhalb der Herstellerfirmen.

Warum soll ich im Bioladen einkaufen, wenn man auch im Supermarkt Bio-Ware bekommt?

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Als Bio noch nicht im Trend lag, konnte man biologische Lebensmittel nur im Bioladen oder Reformhaus kaufen. Viele Bioläden wie NATURATA haben sich über Jahrzehnte hinweg ihre Stammkundschaft aufgebaut. Dabei war mitunter sehr viel Überzeugungskraft und Leidenschaft vonnöten, um sich überhaupt etablieren zu können.

Heute finden Sie nirgendwo sonst ein so vollständiges und vielseitiges Angebot an biologischen und biodynamischen Lebensmitteln wie im Bioladen. Hier erhalten Sie nicht nur eine kompetente, fachkundige Beratung, auch Themen wie Ökologie, Biodiversität, Umweltschutz, Abfallvermeidung, Nachhaltigkeit, Regionalität und Fairness werden ernsthaft und tagtäglich berücksichtigt. Damit ist der Naturkost-Fachhandel ein Nährboden für ökologischen und sozialen Fortschritt. Viele nachhaltige Innovationen haben ihren Ursprung in der Bio-Branche, seien es biologisch abbaubare Kunststoffe, natürliche Pflanzenschutzpräparate, gezielte Mitarbeiterförderung oder neue Kooperationsformen im Wirtschaftsleben.

Dadurch dass Bio-Lebensmittel vermehrt auch im konventionellen Supermarkt angeboten werden, sind Bio-Lebensmittel in den gesellschaftlichen Mainstream gerückt. Ziel darf es aber nicht sein, Bio so billig wie möglich anzubieten und die Erzeugerpreise von Bauern und anderen Produzenten bis zum „Geht-nicht-mehr“ zu drücken. Auch im Supermarkt muss Bio fair sein!

Warum kosten Bio-Produkte meist etwas mehr?

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Die biologische Landwirtschaft ist Arbeits- und Schaffensplatz vieler Menschen, die auf dem Acker, im Melkstall, in der Verarbeitung, im Großhandel, im Einzelhandel oder in den Kontrollstellen tagtäglich dafür sorgen, dass die strengen Bio-Kriterien eingehalten werden. In der Bio-Landwirtschaft zählt die ökologische und soziale Qualität eines Produkts mehr als der reine Absatz über die Menge bzw. Fläche. Auf Bio-Höfen werden meist weniger Tiere gehalten, es wird Bio-Futter verfüttert, hochwertiges Saatgut eingesetzt, mechanische Unkrautbekämpfung angewandt, auf wachstumsfördernde Futtermittel und Chemiedünger verzichtet, es werden Fruchtfolgen eingehalten und Grünflächen für Wildpflanzen, Tiere und Insekten vorgehalten. Dies alles macht die Bio-Landwirtschaft im Vergleich zur stark industrialisierten Land- und Tierwirtschaft nachhaltiger, aber auch arbeits-, zeit- und kostenintensiver.

Im Bio-Fachhandel werden viele Produkte angeboten, die mit großer Fachkenntnis und handwerklicher Sorgfalt zubereitet wurden. Nirgendwo sonst finden Sie eine so vielseitige Auswahl an handwerklich hergestelltem Brot, traditionell gewonnenem Käse und fachmännisch zubereitetem Fleisch. Anstelle von unzähligen Aromastoffen, Geschmacksverstärkern, synthetischen Süßungsmitteln und anderen Zusätzen müssen, wo immer möglich, natürliche Bio-Zutaten verwendet werden, die in der Regel teurer sind. In der konventionellen Verarbeitung hingegen werden die meisten Produktionsprozesse voll automatisiert, mittels einer Vielzahl künstlicher Hilfs- und Zusatzstoffe stark standardisiert und nach rein wirtschaftlichen Preiskriterien „optimiert“. Ein Blick auf so manches Etikett verrät, dass natürliche Zutaten nicht selten durch kostengünstigere, künstliche Stoffe ersetzt werden. Die Konsequenz ist, dass der Preis für den Endverbraucher sinkt, die Produktion sich jedoch immer weiter vom Bauern und der eigentlichen Naturgrundlage entfernt.

Unabhängig von den Unterschieden in Erzeugung und Verarbeitung liegt die eigentliche Preisdifferenz zwischen bio und konventionell jedoch darin begründet, dass die wahren Kosten der Lebensmittelproduktion auf dem Kassenzettel nicht abgebildet sind. Sie werden schlichtweg externalisiert, d.h. sie fallen für Umwelt und Verbraucher an anderer Stelle an. In der konventionellen Land- und Lebensmittelwirtschaft werden externe Kosten beispielsweise durch Nitrat-, Phosphat- und Pestizidrückstände im Grundwasser, aber auch durch exzessiven Ressourcenverbrauch, Plastikmüll, geminderte Bodenfruchtbarkeit, Biodiversitätsverlust und beschleunigten Klimawandel sichtbar. Würden all diese Folgeschäden mit in die Produktionspreise eingerechnet, käme man schnell zu dem Schluss, dass die Folgekosten einer konventionellen Erzeugung und Produktion unsere Umwelt und Gesellschaft mittel- bis langfristig deutlich teurer zu stehen kommen als die vermeintlich höheren Kosten einer biologischen Ernährungsweise.

Warum gibt es bei NATURATA nicht nur luxemburgisches Obst und Gemüse?

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NATURATA bietet täglich frisches Obst und Gemüse aus biologischem und biodynamischem Anbau an. Wo möglich, wird die Ware von lokalen und regionalen Bio- und Demeter-Obst- und -Gemüsebauern bezogen. So versucht NATURATA, den Anbau und Verzehr saisonaler Produkte zu fördern und den Anteil transportbedingter Emissionen so gering wie möglich zu halten. In Luxemburg arbeiten BIOGROS und NATURATA eng mit der Bio-Gäertnerei op der Schanz in Altrier, den Gartenbauprojekten „Am Gaertchen“ in Diekirch und „Am Gaertchen sud“ in Contern sowie den landwirtschaftlichen Betrieben der Familie Schanck in Hupperdange, der Familie Fischbach in Enscherange und der Familie Kleer in Everlingen zusammen. Sie alle sind Mitglieder der Bio-Bauere-Genossenschaft Lëtzebuerg (BIOG).

Trotz starker regionaler Kooperationen können NATURATA und der Bio-Großhändler BIOGROS die Nachfrage nach luxemburgischem Obst und Gemüse nicht immer decken. Hinzu kommt, dass manch beliebte Frucht aufgrund klimatischer Bedingungen gar nicht in Luxemburg angebaut werden kann. Da aber auch Bio-Kundinnen und -Kunden nicht auf Orangen und Zitronen verzichten möchten und Tomaten, Gurken und Äpfel am liebsten das ganze Jahr über essen, ist NATURATA bemüht, einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Kundenwünschen und möglichst klimafreundlichen Beschaffungswegen zu finden. Frische Erdbeeren zum Beispiel bezieht NATURATA von BIOGROS bewusst nur in wärmeren Jahreszeiten. Das Angebot an Bio- und Demeter-Früchten aus Übersee halten BIOGROS und NATURATA überschaubar und achten darauf, dass Bananen, Mangos und Avocados aus nachhaltigem Anbau und fairem Handel in die Regale kommen – und zwar auf dem Schiffsweg, nicht als „Flugware“.

Woher kommen die BIOG-Markenprodukte?

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Die Bio-Bauere-Genossenschaft Lëtzebuerg (BIOG) und der Großhändler BIOGROS haben im Jahr 2000 den Namen der Genossenschaft zu einer gemeinsamen Marke weiterentwickelt. Mittlerweile gehören rund 300 Produkte zum BIOG-Markensortiment. BIOG-Milch, -Käse, -Getreide, -Mehl, -Eier, -Karotten und -Kartoffeln sind typische Produkte, die von den Luxemburger Bio-Bauern produziert und unter der BIOG-Marke verkauft werden. Da die Anbau- und Produktionskapazitäten im kleinen Luxemburg jedoch, gemessen an der steigenden Nachfrage nach Bio-Produkten, oft nicht ausreichen (bislang werden nur ca. vier Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen biologisch bewirtschaftet), arbeitet die Genossenschaft mit ihr bekannten Betrieben aus der Großregion zusammen. Um ganzjährig ein vielseitiges Sortiment anbieten zu können, geht die BIOG-Marke zudem Kooperationen mit sorgfältig ausgewählten Betrieben außerhalb der Großregion ein. So gibt es von BIOG zum Beispiel Tomatenprodukte aus Spanien oder Kaffee aus Peru.

Auf lange Sicht sollen immer mehr regionale Bio-Produkte das BIOG-Sortiment ergänzen und Versorgungslücken durch eine Weiterentwicklung der luxemburgischen Bio-Landwirtschaft und den Ausbau lokaler Verarbeitungsstrukturen geschlossen werden.

Wenn Sie mehr über die BIOG-Marke und ihre Produkte erfahren möchten, klicken Sie hier.

Warum gibt es in manchen Supermärkten Bio-Marken, die NATURATA nicht anbietet?

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Der Bio-Markt hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt, weil die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln stark gewachsen ist. Grundsätzlich ist diese Entwicklung erfreulich. Allerdings führt sie auch dazu, dass einige Bio-Marken versuchen, sich über möglichst niedrige Preise einen Anteil am „Bio-Kuchen“ zu sichern. Diese Zielausrichtung hat letztlich zur Folge, dass Landwirte und Hersteller unter Preisdruck geraten.

Mit unserer Vorstellung von fairem Handel ist diese Praxis unvereinbar. Gemäß dem Motto „fair a kooperativ mat de Bio-Baueren“ setzten sich alle OIKOPOLIS-Betriebe dafür ein, dass Landwirte, aber auch Verarbeiter, fair für ihre Arbeit und Produkte entlohnt werden. Denn nur faire Preise garantieren, dass Bio-Betriebe auch in Zukunft hochwertige Bio-Lebensmittel produzieren können. Deshalb wird jedes Produkt und jede Marke auf Nachhaltigkeits- und Fairness-Aspekte geprüft. Übersteht es diese Prüfung nicht, wird es auch nicht in das NATURATA- bzw. BIOGROS-Sortiment aufgenommen.

Was tun NATURATA und BIOGROS, um Verpackungsmüll einzudämmen?

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Beim Kampf gegen die Verpackungsflut gibt es oft keine rundum perfekte Lösung. Bei jedem Produkt muss zwischen verschiedenen Faktoren wie Produktschutz, technischen Gegebenheiten, Materialeigenschaften und Wiederverwertungsmöglichkeiten abgewägt werden. Was heute die bestmögliche Lösung ist, kann morgen schon nur die zweitbeste sein. Wir befinden uns in einem sich ständig entwickelnden Prozess, in dem wir unser Tun immer wieder in Frage stellen und nach noch besseren innovativen Möglichkeiten Ausschau halten.

Im Rahmen seiner Möglichkeiten als Einzelhändler hat NATURATA bereits etliche Maßnahmen zur Reduzierung von Verpackungsmüll auf den Weg gebracht. Frisches Obst und Gemüse, Brot, Käse und Fleisch bietet NATURATA größtenteils unverpackt an. Zusammen mit den Gesundheitsbehörden wurde eigens ein hygienesicherndes System erarbeitet, das Kunden erlaubt, eigene Verpackungen bzw. Behälter von zu Hause mitzubringen und diese mit Brot, Käse und sogar Fleisch befüllen zu lassen. Zudem nimmt NATURATA am Ecobox-Projekt des Nachhaltigkeitsministeriums und der SuperDrecksKëscht teil. Die grüne Ecobox ist gegen ein Pfand im Munsbacher Bio-Restaurant sowie in den ladeneigenen Bio-Bistros zur Mitnahme von Speisen und Essensresten erhältlich. Jede Box ist wiederverwendbar, spülmaschinenfest, hitze- und kältebeständig sowie recyclingfähig. Darüber hinaus verwendet NATURATA Thermo-Kassenbons frei von chemischen Farbentwicklern, Käsepapier aus echtem Wachs, d.h. ganz ohne Mineralöl-Beschichtung und Weichmacher, sowie waschbare Gemüsenetze aus Bio-Baumwolle und PET, letztere bekannt unter dem Namen SUPERBAG.

Weitere Informationen zu NATURATAs Verpackungen finden Sie hier.

Auch der Großhandel BIOGROS ist laufend bemüht, Verpackungsmüll zu reduzieren. Leider ist aber nicht absehbar, dass beim Transport von Bio-Lebensmittel ganz auf Verpackung verzichtet werden kann. Schließlich sollen die Produkte unversehrt vom Hersteller zum Kunden kommen. Dazu bedarf es einer Umverpackung, die das Produkt bei Lagerung und Transport schützt. Bei BIOGROS sind die Produkte deshalb zum großen Teil in Umkartons aus Karton verpackt, die auf Mehrweg-Holzpaletten oder auf sogenannten Mehrweg-Rollis transportiert werden. Damit die Ware auf den Paletten beim Transport nicht verrutscht, wird sie mit einer dünnen Plastikfolie umwickelt. Die gesamte Transportverpackung wird nach der Auslieferung an den Handel von BIOGROS zurückgenommen, getrennt gesammelt und dem Recycling zugeführt.

Unter der Marke BIOG wird für BIOGROS ein breites Bio-Sortiment produziert und abgefüllt. Auch hier sieht sich BIOGROS in der Verantwortung, nachhaltige, ökologische Verpackungsmaterialien einzusetzen, ohne den Schutz der Lebensmittel zu vernachlässigen. Dabei sucht BIOGROS für jedes Produkt die jeweils optimale Lösung. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Was tut NATURATA, um Lebensmittelverschwendung einzudämmen?

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Jedes verschwendete Lebensmittel ist gleichzeitig eine Verschwendung von Arbeit, wertvollen Ressourcen und letztlich auch Verpackung. Krumm gewachsene Früchte, Obst und Gemüse mit Druckstellen, Mini-Eier, Backwaren vom Vortag oder Molkereiprodukte kurz vor Erreichung des Mindesthaltbarkeitsdatums sind zu wertvoll, um im Abfall zu landen. Sie bekommen von uns eine zweite Chance, indem wir sie nicht voreilig aussortieren, sondern sie Ihnen mit einem Preisnachlass von 30 Prozent anbieten. „Zweet-Chance“-Ware erkennen Sie am orangefarbenen Etikett. Ware, die trotz Ermäßigung keine zahlenden Abnehmer findet, stellen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kostenlos zur Verfügung.

Zudem nimmt NATURATA am Ecobox-Projekt des Nachhaltigkeitsministeriums und der SuperDrecksKëscht teil. Die grüne Ecobox ist gegen ein Pfand im Munsbacher Bio-Restaurant sowie in den ladeneigenen Bio-Bistros zur Mitnahme von Speisen und Essensresten erhältlich. Jede Box ist wiederverwendbar, spülmaschinenfest, hitze- und kältebeständig sowie recyclingfähig.

Was ist der Unterschied zwischen pasteurisierter Milch, ESL-Milch und H-Milch (UHT-Milch)?

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Es gibt heutzutage drei unterschiedliche Methoden, um Milch haltbar zu machen. Man unterscheidet zwischen traditionell pasteurisierter Milch,
ultrahocherhitzer Milch (UHT-Milch bzw. H-Milch) und ESL-Milch.

Bei der traditionellen Pasteurisation wird die Milch für wenige Sekunden auf 75° C erhitzt. Diese kurze Temperaturerhöhung reicht aus, um den Großteil der in der Milch vorhandenen Bakterien und Keime abzutöten, und die Milch für gut zehn Tage haltbar zu machen (bei durchgängiger Kühlung!). Da die pasteurisierte Milch nicht komplett keimfrei ist (s.unten: „Baktofuge“), kann sie bei unterbrochener Kühlkette oder überschrittenem Haltbarkeitsdatums „schlecht“ werden, was deutlich am sauren Geruch und der dickflüssigen Konsistenz zu erkennen ist. Die Pasteurisation ist die schonendste Art und Weise, um Milch haltbar zu machen. Die kurze Erhitzung wirkt sich nur geringfügig auf die Zusammensetzung der Milch und ihren Geschmack aus.

Die haltbare Milch (H-Milch, UHT-Milch) wird im Gegensatz zur pasteurisierten Milch deutlich stärker erhitzt (135-150° C) und kann somit in ihrer geschlossenen Verpackung bis zu sechs Monate bei Zimmertemperatur gelagert werden. H-Milch ist also recht praktisch: man muss beim Transport der Milch vom Geschäft bis nach Hause nicht auf das Einhalten der Kühlkette achten (durchgängig 4-6° C) und kann die H-Milch problemlos einige Monate zu Hause aufbewahren. Die starke Erhitzung der Milch bringt jedoch eine Veränderung der Proteinstrukturen und eine Karamellisierung des Milchzuckers mit sich, was deutlich am „Kochgeschmack“ der H-Milch zu erkennen ist. Der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen, wie beispielsweise B-Vitaminen, sinkt. H-Milch wird zudem nicht mehr dickflüssig und sauer, sodass ein eventueller Verderb nicht sofort zu erkennen ist.

Die ESL-Milch (ESL = extended shelf life, also längere Haltbarkeit im Regal) ordnet sich in puncto Haltbarkeit zwischen der pasteurisierten Milch und der H-Milch ein. Um ESL-Milch herzustellen, werden die Mikroorganismen, die in der Milch natürlicherweise enthalten sind, mechanisch abgetrennt, bevor die Milch zur weiteren Haltbarmachung erhitzt wird. Mit Hilfe der Mikrofiltration muss die Milch nicht so stark erhitzt werden, um trotzdem deutlich länger haltbar zu sein als traditionell pasteurisierte Milch. ESL-Milch schmeckt dann auch wie „frische Milch“ und darf auch als solche bezeichnet werden. Durch die Mikrofiltration gehen der Milch – neben den Milchsäurebakterien – jedoch auch viel andere wertvolle Bestandteile verloren. Da ESL-Milch komplett keimfrei ist, wird sie nicht mehr sauer und ein eventueller Verderb ist schwieriger zu erkennen.

Die Behandlung mit einer Baktofuge ist ein zusätzliches Verfahren, das die BIOG-Molkerei noch vor der Pasteurisierung anwendet: in einem rein mechanischen Trennverfahren schleudert die sogenannte Baktofuge einen Großteil der eventuell in der Rohmilch enthaltenen Sporen aus, was einen positiven Einfluss auf die Haltbarkeit des Frischeproduktes hat. Dennoch bleiben dank dieser schonenden Behandlung sämtliche wertvollen Inhaltsstoffe (neben den Vitaminen und Mineralstoffen u.a. auch Proteine, Fett und Laktose) sowie der für unsere Milch typisch natürliche Geschmack erhalten. Bei Einhaltung der Kühlkette (Transport und Lagerung bei 4-6° C) ist diese Milch, wie zahlreiche „Stresstests“ erwiesen haben, noch über das aufgedruckte DLC bzw. MHD (date limite de consommation, Mindesthaltbarkeitsdatum) hinaus haltbar.

Warum verkaufen die NATURATA-Läden auch Fleisch und andere tierische Produkte? Welches Verhältnis hat die OIKOPOLIS-Gruppe zur veganen Bewegung?

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NATURATA und alle anderen Betriebe der OIKOPOLIS-Gruppe haben es sich zur primären Aufgabe gemacht, die Erzeugnisse der luxemburgischen Bio-Bauern zu verarbeiten und zu vermarkten. Die luxemburgische Landwirtschaft ist stark auf die Haltung von Tieren, insbesondere Rindern, ausgerichtet. Sie sind in der Lage, Gras in Milch und Fleisch umzuwandeln und erhöhen mit ihren Ausscheidungen die Bodenfruchtbarkeit. Tiere gehören zu einem funktionierenden Hoforganismus dazu. Jedoch gibt es in der biologischen und biodynamischen Landwirtschaft weitaus strengere Auflagen hinsichtlich der Anzahl der Tiere pro Hof sowie ihrer Fütterung und Haltung.

Der Respekt gegenüber dem Tier setzt sich auch nach der Schlachtung fort. Während die Zahl der Kleinmetzgereien im Zuge der industriellen Massentierhaltung und -schlachtung seit Jahren abnimmt, setzen sich NATURATA und BIOGROS bewusst für eine Wiederbelebung des Metzgereihandwerks ein. Vom groben Zerlegen übers Hacken bis zum Putzen legen ausgebildete Metzgerinnen und Metzger noch richtig Hand an und entwickeln so eine ganz besondere Wertschätzung fürs tierische Produkt. Diese Wertschätzung zeichnet sich auch dadurch aus, dass möglichst alle tierischen Bestandteile verwertet werden.

Für alle Kundinnen und Kunden, die eine fleischarme oder fleischlose Ernährung bevorzugen, wurde das Angebot an vegetarischen und veganen Bio-Lebensmitteln in den vergangenen Jahren stark ausgebaut.

Die Unterscheide zwischen konventioneller und biologischer Landwirtschaft haben wir hier näher für Sie erklärt.

Wer ist in Luxemburg für die Beratung der Bio-Betriebe zuständig?

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In Luxemburg werden die Bio-Betriebe vom Institut fir Biologesch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg (IBLA) beraten. Das IBLA betreibt Forschung auf allen Gebieten der biologischen Landwirtschaft, wobei der Schutz der natürlichen Ressourcen, die Biodiversität, der Erhalt und die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, Sortenprüfungen und eine artgerechte Tierhaltung im Fokus der Aufgabenfelder stehen. Die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit gibt die IBLA direkt an die Bio-Bauern, Bio-Gärtner und Bio-Winzer weiter.

Interessierte Landwirte können beim IBLA unterschiedliche Beratungsmodule buchen, die komplett oder teilweise vom Staat finanziert werden. Eine etwaige Eigenbeteiligung wird dabei für Mitglieder von Bio-Lëtzebuerg asbl zwei bis dreimal im Jahr komplett vom Verein gedeckt. Auch konventionelle Betriebe, die sich für eine biologische Bewirtschaftung ihres Hofes interessieren, auf Bio umstellen wollen oder Fragen zum Leguminosenanbau und einer idealen Fruchtfolge haben, können die Dienstleistungen vom IBLA in Anspruch nehmen.

Wer ist in Luxemburg für die Anerkennung und Zertifizierung der Bio-Betriebe zuständig?

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Anträge zur Bio-Zertifizierung eines Betriebes werden in Luxemburg an die Administration des services techniques de l’agriculture (ASTA) gerichtet. Die Kontrolle und Zertifizierung gemäß EU-Verordnungen 834/2007 und 889/2008 wird in Luxemburg im Auftrag der ASTA in den meisten Fällen vom Kontrollverein ökologischer Landbau e.V. aus Karlsruhe (DE) durchgeführt. Mit der Zertifizierung durch die Kontrollstelle erhält das Unternehmen die Erlaubnis, seine Hofprodukte nach Durchlaufen einer Umstellungszeit von ca. zwei Jahren als Bio-Produkte zu vermarkten.

Sollen Luxemburger Bio-Produkte zusätzlich mit dem Logo „Bio LETZEBUERG“ und/oder „Demeter“ gekennzeichnet werden, beauftragt der Verein Bio-Lëtzebuerg asbl eine externe Kontrollstelle und führt abhängig von den Kontrollergebnissen die finale Zertifizierung mit dem Bio Lëtzebuerg oder auch Demeter-Logo durch.