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Gruppe

Die OIKOPOLIS-Gruppe umfasst mehrere Einheiten auf drei Ebenen:

  1. Eigentümer (BIOG-Genossenschaft, OIKOPOLIS Foundation, Privataktionäre)
  2. Beteiligungsgesellschaft (= Dachgesellschaft)
  3. Kernbetriebe (= Töchter der Beteiligungsgesellschaft) plus weitere Beteiligungen (= Netzwerkbetriebe)
OIKOPOLIS Gruppe 202106

Ebene 1: Die Eigentümer: ein Abbild der Wertschöpfungskette

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BIOG-Bauern und andere Bio-Produzenten:

Mitglieder der BIOG-Genossenschaft sind neben Bio-Landwirten auch andere Erzeuger, u.a. Bio Gärtner, -Winzer und -Imker.

Mitarbeitende der OIKOPOLIS Bio-Vermarktungsinitiativen und weitere Wertschöpfungsteilnehmer: OIKOPOLIS Foundation

Die im Dezember 2018 offiziell zugelassene OIKOPOLIS Foundation repräsentiert in der Zusammensetzung ihrer Gründungsmitglieder mehrheitlich Mitarbeitende von OIKOPOLIS-Betrieben und BIOG-Genossenschaft, umfasst aber auch private Förderer der Bio-Landwirtschaft. Zum größten Teil waren diese schon Initiativgeber der Genossenschaftsgründung und/oder des OIKOPOLIS-Netzwerks, denn die OIKOPOLIS Foundation geht zurück auf einen Kreis von ursprünglich 24 Personen, die ab 1997 auf BIOG-Initiative hin den Bau des OIKOPOLIS-Zentrums realisierten und sich dazu zur OIKOPOLIS sàrl zusammenschlossen.

Die aus dieser Gesellschaft hervorgegangene Stiftung hat sich in ihrer ideellen Ausrichtung aber von den auch kommerziellen Interessen der BIOG-Genossenschaft und OIKOPOLIS-Gruppe emanzipiert und wurde deshalb offiziell als gemeinnützig anerkannt. Zur Wahrung ihrer wirtschaftlichen Eigenständigkeit dürfen ihrem siebenköpfigen Verwaltungsrat maximal zwei OIKOPOLIS-Mitarbeitende angehören.

Stiftungszweck ist „die Förderung einer zukunftsfähigen Landwirtschafts- und Ernährungskultur (Agrikultur), insbesondere einer solchen, die durch die anerkannten biologischen und biologisch-dynamischen Landwirtschaftsmethoden optimiert wird, und damit einen nicht unbedeutenden Beitrag für den Natur- und Umweltschutz sowie auch für die Pädagogik leistet (…)“

In diesem Sinne unterstützt die Stiftung namentlich

- Forschung, Beratung und Ausbildung auf dem Gebiet der nachhaltigen Landwirtschaft incl. der ökologischen Saatgutzüchtung und der handwerklichen Weiterverarbeitung der aus biolandwirtschaftlicher Erzeugung gewonnenen Produkte,

- die Entwicklung neuer Denkansätze im Sozial- und Rechtswesen incl. neuer Rechts- und Eigentumsformen für die Bodennutzung sowie

-die Entwicklung neuer Denkansätze und Kooperationsformen im Wirtschaftsleben im Sinne der Gemeinwohlökonomie

Das Stiftungsvermögen wird im Sinne des beschriebenen Stiftungszwecks
verwendet. Spenden interessierter MitbürgerInnen sind aufgrund der
anerkannten Gemeinnützigkeit steuerlich absetzbar.

KundInnen von NATURATA Luxemburg und andere engagierte KonsumentInnen:

In bislang drei öffentlichen Zeichnungen waren mehr Privataktionäre daran interessiert, sich am „Projekt OIKOPOLIS“ zu beteiligen, als Anteile ausgegeben wurden. Das starke Verbraucherengagement erleichtert die Finanzierung weiterer Vorhaben. Aktuell umfasst diese Eigentümergruppe mehr als 300 Privatpersonen, darunter viele Mitarbeitende verschiedener OIKOPOLIS-Betriebe. Insgesamt halten diese rund 10% der Anteile an der OIKOPOLIS Participations und sind so Miteigentümer ihrer Betriebe.

Ebene 2: Die Beteiligungsgesellschaft: zentrale Dachgesellschaft mit ökosozialem Auftrag

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Die OIKOPOLIS Participations SA wurde 2005 geschaffen und mit einem ganz spezifischen Auftrag zwischen den Eigentümergruppen und den damals bereits etablierten Kernbetrieben NATURATA, BIOGROS und OEKimmO (seit 2019: OIKOPOLIS Services) positioniert. Dieser Auftrag besteht darin, durch finanzielle Beteiligungen Betriebe und Initiativen zu unterstützen, die wie die BIOG-Genossenschaft – und wie die aus hier hervorgegangenen Kernbetriebe – „eine ökologische und soziale Zielsetzung verfolgen.“ So entsteht rund um die Beteiligungsgesellschaft eine Struktur, die die teilnehmenden Betriebe in mehrfacher Hinsicht stärkt und unterstützt.

Unterstützung für ökosoziale Initiativen – ideell und finanziell

In erster Instanz fungiert die Beteiligungsgesellschaft als gemeinsames Finanzierungsinstrument aller Betriebe, an denen sie mehr oder weniger große Anteile hält. Die operative Eigenständigkeit der Netzwerkteilnehmer bleibt dabei gewahrt.

Ihre Verknüpfung mit der OIKOPOLIS Participations erleichtert den teilnehmenden Betrieben jedoch nicht nur die Finanzierung, sondern stärkt ihre Marktposition auch durch kooperative Synergien innerhalb des Netzwerks. Im Extremfall – der angesichts von Industrialisierung und Globalisierung auch in der Bio-Branche leider kein Ausnahmefall ist – können beide Aspekte das Überleben kleiner und mittlerer Betriebe mit Regionalfokus sichern. Dieser Unterstützungseffekt ist das Kernanliegen der Beteiligungsgesellschaft.

Wachstum ist kein Selbstzweck!

Aus unserer Sicht ist Profitmaximierung kein prioritäres Unternehmensziel. Mehrheitsbeteiligungen an externen Betrieben lehnen wir ab. Dasselbe gilt für eine Erweiterung unseres Netzwerks, nur um den „Shareholder Value“ zu erhöhen oder eine bestimmte Konzernstruktur zu bilden.

Bemerkenswerterweise erfolgt die Integration ins OIKOPOLIS-Netzwerk oft auf Anfrage interessierter Betriebe. Kommt der Impuls aus der Gruppe selbst, ist die Triebfeder unseres Handelns nicht das Streben nach Gewinn, sondern die Stärkung der regionalen Wertschöpfungsketten.

Unser Wirtschaftsideal besteht im Ermöglichen

In diesem Sinne kaufen wir dem Biobauern nicht einfach „seine“ Kartoffeln ab, sondern ermöglichen ihm durch eine angemessene Aufwandsentschädigung die nächste Aussaat, Kultivierung und Ernte eines für uns alle unverzichtbaren „Mittels zum Leben“/ (Lebensmittels). Durch die Beteiligung an anderen Betrieben oder Gründungsvorhaben ermöglichen wir die Schaffung von Strukturen der Bio-Verarbeitung und -Vermarktung, die hierzulande bislang fehlten.

Die Re-Investitionsrate der OIKOPOLIS Participations liegt deshalb bei rund 90%. Den Aktionären ist dies aus der Unternehmenskommunikation bekannt. Sie entscheiden sich bewusst dafür, die Finanzierung ökosozialer Projekte zu unterstützen. Seit Ende der 1990er-Jahre wurden drei öffentliche Zeichnungen von Kapital vorgenommen, um den Auf- und Ausbau des OIKOPOLIS-Projekts zu unterstützen. 2006 und 2013 wurde diese Art der Kapitalgewinnung durch die Beteiligungsgesellschaft durchgeführt. Mit ihr sind solche Eigenmittelbeschaffungen strukturell problemlos möglich.

Ebene 3: Kernbetriebe und weitere Beteiligungen: Die Kraft der Synergie

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Die aus der BIOG-Genossenschaft hervorgegangenen Kernbetriebe der OIKOPOLIS-Gruppe sind wegen des (nahezu) hundertprozentigen Anteils der Beteiligungsgesellschaft vollwertige „Töchter“ der OIKOPOLIS Participations. Alle Tochtergesellschaften repräsentieren verschiedene Stufen der Wertschöpfungskette bäuerlicher Bio-Lebensmittelvermarktung - Anordnung absteigend nach Höhe der OIKOPOLIS-Beteiligung (von 100% bis 90%):

OPSA Töchter Logoleiste

- NATURATA:

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Als Luxemburger Einzelhandelsgesellschaft betreibt NATURATA Bio Marchés und –Hofläden mit 100% Bio-zertifiziertem Vollsortiment – incl. Komplettangebot aller BIOG-Produkte – sowie spezialisierte Bio-Fachgeschäfte (NATURATA beauty & culture) und ein Bio-Restaurant/Café mit Catering-Service und einigen in NATURATA-Läden integrierten Bistros. Auch dort werden bevorzugt BIOG-Produkte verarbeitet und serviert. Die NATURATA S.àr.l. ist als eigenständiges Unternehmen Mitglied von Naturata International e.V. Dirder in Deutschland „eingetragene Verein“ (e.V.) hat weitere, v.a. in Süddeutschland agierende, Mitgliedsbetriebe, die ebenfalls den Namen Naturata nutzen.

Mehr Info: zur Homepage von NATURATA

- BIOGROS:

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Die Sàrl erledigt als Großhändler nicht nur Ein- und Verkauf „en gros“, sondern ist auch in den Bereichen Transport, Logistik, Verpackung und Verarbeitung aktiv. So betreibt sie mit der „Cuisine Traditionale“ eine eigene Fertigungsstätte für küchen- oder verzehrfertige „Convenience“-Produkte in Bio-Qualität – sowohl für Großküchen wie (Schul-)Restaurants und Kantinen als auch für den Endkunden. Zutaten aus ökologischem Landbau kommen dabei vorzugsweise von der BIOG-Genossenschaft.

Mehr Info: zur Homepage von BIOGROS

- OIKOPOLIS Services:

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Als Nachfolgerin der als Immobiliengesellschaft gestarteten OEKimmO, die zunächst nur als Bauträgerin und Verwalterin des OIKOPOLIS-Zentrums fungierte, dann aber zunehmend weitere zentrale Services unter ihrem Dach gruppierte, hat auch die 2019 gegründete Dienstleistungsgesellschaft OIKOPOLIS Services mehrere Unternehmensbereiche.

Neben einer Abteilung für Hausbau und Gebäudetechnik umfasst sie auch zentrale Dienste der Bereiche IT, Buchhaltung und Kommunikation.

- BIOG Cerealis:

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Die BIOG Cerealis S.à r.l. wurde 2021 von der OIKOPOLIS Participations und zehn Getreidebauern der BIOG-Genossenschaft gegründet und fungiert seither als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Getreide-Mehl-Brot/Backwaren. Zuvor ließ die BIOG das Biogetreide nach der Ernte in angemieteten Silos lagern und dann im Lohnverfahren weiterverarbeiten. Da diese Praxis an ihre Grenzen stieß, kam bei den Erzeugern der Wunsch auf, Reinigung, Trocknung und Lagerung des Getreides in die eigene Hand zu nehmen – und idealerweise auch für Vermahlung und Verpackung selbst zu sorgen.

Mangels finanzieller Mittel hätte die Genossenschaft alleine diese Vorhaben nicht umsetzen können und suchte deshalb innerhalb der OIKOPOLIS-Gruppe nach einer anderen Lösung. Mit dem Einstieg der OIKOPOLIS-Beteiligungsgesellschaft wurde diese gefunden. Nach dem Modell der sechs Jahre zuvor gegründeten BIOG-Molkerei stemmt die OIKOPOLIS Participations SA nun den Löwenanteil der geforderten Investitionen, während interessierte Getreidebauern sich mit einem eher symbolischen Betrag an der neuen Gesellschaft beteiligen.

- BIOG-Molkerei:

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Der von den Milchbauern der BIOG-Kooperative initiierte und 2015 gegründete Betrieb verarbeitet die Rohmilch der BIOG-Höfe zu Bio-Molkereiprodukten für den Luxemburger Markt.

Mehr Info: zur Homepage der BIOG-Molkerei

Anders als bei den früheren Tochterbetrieben der OIKOPOLIS Participations - NATURATA, BIOGROS und OIKOPOLIS Services - beträgt der OIKOPOLIS-Anteil an der BIOG-Molkerei weniger als 100%. Dies liegt daran, dass die aus den Reihen der BIOG-Milchbauern stammenden Initiatoren des Projekts ebenfalls Teileigentümer sind, wenn auch mit eher symbolischen Anteilen. Dieses Beteiligungsmodell wurde später bei BIOG Cerealis übernommen.

- BIO-Gaart Altréier:

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Die BIO-Gaart Altréier S.à r.l. wurde Anfang 2021 als Nachfolgebetrieb der zuvor an gleicher Stelle wirtschaftenden „Bio-Gäertnerei op der Schanz“ unter hoher Beteiligung der OIKOPOLIS Participations SA gegründet. Dieses Engagement verdankt sich mehreren Gründen. In erster Linie wollte man sicherstellen, dass auf den bereits vorhandenen Flächen auch nach dem Rückzug der vorigen Geschäftsführer und Gründer der „Bio-Gäertnerei“ weiterhin biologisch angebaute Feldfrüchte für den heimischen Markt erzeugt werden. Dies umso mehr, als NATURATA bereits 2019 in unmittelbarer Nachbarschaft der Salatfelder einen eigenen Hofladen eröffnet hat, der natürlich gerne Biogemüse anbietet, das direkt vor der eigenen Haustür angebaut wurde.

Da die OIKOPOLIS-Beteiligungsgesellschaft an der „Bio-Gäertnerei op der Schanz“ bereits mit 10% beteiligt war, lag es nahe, auch in die Neugründung zu investieren. Mit im Boot war ein BIOG-Gemüsebauer und langjähriger BIOGROS-Lieferant, der nun die Freiflächen bei Altrier hinzupachtet und biologisch bewirtschaftet. Ein früherer Mitarbeiter von NATURATA, der mittlerweile seinen eigenen Hof nahe Altrier betreibt, pachtet die Gewächshäuser und baut dort vorrangig Bio-Tomaten an.

- Weitere Betriebe:

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Neben denjenigen Betrieben, die als Töchter der OIKOPOLIS-Beteiligungsgesellschaft den Kern der OIKOPOLIS-Gruppe bilden, ist dieser auch eine Anzahl kleinerer Betriebe verbunden. Alle zusammen bilden das erweiterte OIKOPOLIS-Netzwerk.